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| 2000 - Norditalienische Seen |
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Samstag, 17.06.2000
Es stand die 11. Jahrestour an. Am heutigen Samstag trafen wir uns, wie immer in Zülpich an der Bft - Tankstelle. Mit von der Partie waren außer mir; Tochter Tina mit ihrem Freund Marc, Konrad, Erwin, seine Frau Maegie, deren Freunde Monika und Wolfgang aus Mettmann, Olaf, Heike, Mac, Jöckel und King. Erwin fuhr sein Motorrad auf dem Hänger in Richtung Süden und nahm natürlich seine Frau und Freundin Monika im Auto mit. Auch Heike fuhr mit ihrem Auto. Also war die Gruppe, die mit den Mopeds fuhr, 11 Mann stark. Ein Handicap hatten wir aber, Wolfgang, Freund von Maegie und Erwin hat eine Honda Shadow. An und für sich ein schönes Moped, aber Wolfgangs Ding hat nur 125 ccm. Dieses Handicap machte ich auf dem ersten Teil unserer Anfahrt doch sehr stark bemerkbar. Auf der Autobahn an Steigungsstrecken fiel die Kiste doch arg zurück. Mehr als manchmal 80 km/h war da nicht drin. |
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 Unser Planer und Erzähler: Chris |
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Aber nichts desto trotz erreichten wir bald auf der A 61 die Abfahrt Boppard. Eine sehr schöne Waldstrecke von der Höhe des Hunsrücks hinunter an den Rhein sollte uns für die langweilige Autobahnfahrt entschädigen.
An der Loreley war Zeit für die erste Pause. Linker Hand der Straße befindet sich ein Restaurant oder Café oder sowas ähnliches mit Blick auf die Loreley.
Da es noch relativ früh war, befand sich lediglich ein Gast auf der Sonnenterrasse. Wir parkten auf dem großen Parkplatz und gingen auf die Terrasse, die gut und gern mit 20/30 Tischen bestückt war. Da wir natürlich zusammen sitzen wollten, stellten wir drei Tische zusammen. Aber die Rechnung hatten wir ohne den Wirt gemacht. Der kam wie von der Tarantel geschossen aus seinem Etablissement heraus und fauchte uns sofort an, von wegen, dass das in seinem Haus nicht gestattet sei, um es vorsichtig auszudrücken. Aber der konnte dann keine Rechnung mit uns machen, denn wir verließen umgehend dieses "gastliche" Haus. Einige von uns sagten ihm noch ein paar passende Worte, wie z.B. Konrad: "Sie können Ihren Kaffee selber trinken, Sie Tuppes" Konrad blieb ja noch freundlich und sagte "SIE Tuppes". Ein neues Restaurant war schnell gefunden. Wir saßen jetzt genau gegenüber des Felsens auf einer in der ersten Etage gelegene Terrasse. Vor unserer Weiterfahrt nutzten einige Japaner -an der Loreley sind immer Japaner- die Gelegenheit, sich an den Motorrädern ablichten zu lassen.
Wir fuhren am Rhein vorbei bis Bingen. Hier war der erste Tankstopp von Nöten. Dann ging es leider wieder auf die Autobahn 61 bis Alzey. An Kreuz Alzey wechselten wir auf die A 63 in Richtung Kaiserslautern. Da wir alle ein Roadbook hatten, wußten wir natürlich, wo es langging. Dies nutzten einige aus, um einmal richtig Gas zu geben, und sie waren dann auch sehr schnell unseren Blicken entschwunden. An der Abfahrt Winnweiler warteten die Ausreißer dann auf uns. Weiter ging es über die B 48 bis Hochspeyer.
Es war Mittag und unsere Mägen verlangten nach Arbeit. In einem schönen italienischen Restaurant saßen wir dann auf der Terrasse und genossen schon einmal die uns noch eine Woche bevorstehende italienische Küche.
Durch den wunderschönen Pfälzer Wald, der Kühle bei der Hitze spendete, fuhren wir weiter. An der südlichen Grenze des Waldes zu Frankreich hin, machten wir noch einen Tankstopp in Deutschland und fuhren dann nach Wissembourg im Elsaß. Hier lud dieses wunderschöne Städtchen zur Kaffeepause ein.
Wir durchfuhren den Elsaß durch viele wunderschöne alte Dörfer und überquerten den Rhein in Richtung Schwarzwald. Auf der Straße, die uns zu unserer ersten Unterkunft führte, kam es dann zu einem Erlebnis besonderer Art. Ich fuhr so still und ruhig mit 90 km/h vor mich hin, da höre ich ein sehr lautes, pfeifendes Geräusch neben mir. Ich konnte es zuerst gar nicht einordnen, aber dann sah ich, was es war. Eine Aprilia mit einem Versicherungskennzeichen und zwei Personen besetzt überholte mich. Das konnte doch nicht wahr sein, jemand mit einem Versicherungskennzeichen hatte uns alle überholt. Der Junge wird wohl noch seinen Enkeln und Urenkeln erzählen, daß er BMW, Honda und Kawa naßgemacht hat. Auf jeden Fall, der hatte Spaß, allerdings wenn ihn die Polizei erwischen würde, hätte er wohl keinen Spaß mehr. |
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Gegen 17:00 h erreichten wir unser Hotel im Bühler Tal. Erwin, Maegie, Monika, Wolfgang und Heike erwarteten uns schon. Ein sehr leckeres Abendessen verkürzte uns die Zeit bis zum Beginn des EM-Gruppenspieles gegen England. Maegie hatte extra in der direkt neben dem Hotel liegenden Kirche eine Kerze geholt und diese auf den Fernseher gestellt.
Aber wie wir inzwischen wissen, hat auch dieses Hilfsmittel nichts gebracht, 1:0 verloren und ausgeschieden.
Dieser Schmerz mußte natürlich gelindert werden. Irgendwie waren während dem Spiel schon einige von uns verschwunden. Ich hatte das nicht so richtig mitbekommen, denn wenn ich ein Fußballspiel sehe, bekomme ich fast nichts mit. Auf jeden Fall gingen Mac und ich in eine kleine Kneipe, die direkt um die Ecke des Hotels war. Und siehe da, Jöckel, Olaf, King und Mario waren auch schon da.
Als wir hineinkamen, wurde uns vom Wirt sofort ein Begrüssungsschnaps kredenzt. LmA, war das ein Zeug. Der brannte dir die Lippen, Zunge und Speiseröhre in einem Aufwasch weg, ekelhaft. Danach gab es dann zum Lindern einen anderen Schnaps. Aber es brannte weiter. Wir ertranken unseren Schmerz über die Niederlage gegen England, bis uns der Wirt gegen Mitternacht vor die Tür setzte, weil dieser noch zu einem Stadtfest in Bühl fahren wollte. War auch gut so, daß wir noch einigermaßen rechtzeitig ins Bett kamen, stand doch für morgen die lange Tour durch die Schweiz auf dem Programm. |
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