Eifelbiker
2001 - Spessart
Sonntag, 10.06.2001

Weil unsere Strecke nicht so lang wie sonst üblich bei unseren Touren war, konnten wir es uns leisten, um 10:00 h in Zülpich zu starten. Wir, das waren Erwin, Maegie, Wolfgang, Monika, Konrad, Yogi, Jöckel, Olaf, Nicole, Manni und ich, fuhren in Richtung Euskirchen. Hier wollten wir uns nach meiner Berechnung um 10:20 h an der Zuckerfabrik mit Mario und Edith treffen. Wir waren Punkt 10:20 h am Treffpunkt, nur die Beiden waren nirgendwo zu sehen. Nach einer Wartezeit von 10 Minuten kamen sie dann endlich an und erklärten uns den Grund Ihrer Verspätung. Es war ein tränenreicher Abschied von den Kindern gewesen und so hatte es sich verzögert.

Zuckerfabrik in Euskirchen
Unsere Fahrt führte uns durch die Eifel in Richtung Süden. Hinter Bad Neuenahr hielt ich Ausschau nach einem Café um uns eine kleine Pause bei Kaffee o.ä. zu gönnen. Aber noch mußten wir fast eine halbe Stunde fahren, um in Niederzissen fündig zu werden. Nach einer etwas länger gewordenen Pause ging es weiter. Die Mosel überquerten wir bei Kobern-Gondorf. Hier hatte ich am Moselufer Ausschau nach der Brücke gehalten, konnte sie aber nicht sehen. Ich bog dem Gefühl nach links ab und siehe da... falsch gefahren. Also, die ganze Kolonne gedreht und in die andere Richtung und schon fuhren wir auf die andere Moselseite. Durch das sehr schöne Kondertal fuhren wir auf die Höhe nach Waldesch um dann sofort wieder hinunter an den Rhein bei Rhens zu gelangen.

Nun waren wir auf dem schönsten Streckenabschnitt der B 9 am Rhein entlang. Links auf der anderen Rheinseite lag im Sonnenschein die Marksburg. Diese Burg ist die einzig nicht zerstörte Burg am Mittelrhein. Unsere Fahrt ging weiter durch Boppard, an der Loreley vorbei, durch Bacherach bis Niederheimbach. Hier war es nun endlich Zeit geworden, daß wir unser karges Mittagsmal an einer Frittenbude einnahmen. Sehr sehr karg war das Essen von Konrad, 3 trockene Brötchen, von er noch eines verschenken wollte, weil er wahrscheinlich Völlegefühl hatte !!! Wir anderen aßen meistens eine "Mantaplatte" (Currywurst-Fritten und Mayo).

Jogi, Chris, Konrad
Die Stärkung in Form von div. Eisspeisen war erledigt und weiter ging's durch den Odenwald in Richtung Main und Richtung Spessart. Aber je näher wir dem Main kamen, um so dunkler wurde es. So 20 km vor Erlenbach am Main begann es dann zu tröpfeln und wenig später zu regnen. Mir ging durch den Kopf, weiterfahren oder anhalten. Ich entschied mich für anhalten, weil ich sonst die Vorwürfe zu hören bekäme, von wegen nasse Lederklamotten und so. Aber als die ganze Fuhre dann zum stehen kam war die Reaktion genau umgekehrt. "Warum halten wir an?" "Es regnet doch noch nicht richtig!" "Fahr weiter Mensch!" Gut, fuhren wir eben weiter. Nach der Mainüberquerung begann es dann so langsam aber sicher zu schütten. Aber viel langsamer fahren war auch nicht drin, denn um 19:00 h war der Start zum Formel 1 Rennen in Kanada und das wollten wir sehen.

Völlig durchnäßt erreichten wir unser Hotel gegen 18:00 h. Dieses Wald-Hotel-Heppe (www.waldhotelheppe.de) hat 3 Sterne und ist dementsprechend ausgestattet. Gute Zimmer, für mich sehr gute Matratzen, ein gemütliches Ambiente, ein tolles Hallenbad und besonders erwähnenswert ist die Küche. Der Inhaber Herr Roland Bauer wies uns die Zimmer zu und alle oder fast alle beeilten sich, damit wir uns rechtzeitig 1. zum Abendessen und 2. zum Start des Rennens im Speiseraum einfanden. Zur Freude von fast allen gewann Ralf Schumacher das Rennen, aber die Freude war noch größer, als wir das Essen genossen hatten, wirklich toll! Der Abend verlief mit Erzählereien und "Verzällcher". Da das Wetter noch nicht zu unserer Zufriedenheit war, es regnete immer noch, beschlossen wir den nächsten Morgen abzuwarten, um dann zu entscheiden, was wir unternehmen würden. Um 23:00 h war allgemein Bettruhe der Einzelreisenden angesagt, was die Pärchen noch gemacht haben, entzieht sich meiner Kenntnis und geht mich auch nichts an, sonn´ Scheiß !
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