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| 2002 - Slowenien |
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Freitag, 24.05.2002
Die Organisation für unsere Tour nach Slowenien übertraf alles bis dahin da gewesene. Erwin Mario und meine Wenigkeit hatten uns zusammen gesetzt, um die Tour zu organisieren.
Zuerst einmal mußten wir eine Unterkunft finden. Die wurde in der Nähe von Kranjska Gora gefunden. Erwin und ich waren auf der Bus-Touristik-Messe im September vorigen Jahres in Köln gewesen und hatten dort einen sehr guten Preis für die Woche aushandeln können, 3 Sterne Hotel, Halbpension, 24 €uro.
Erwin war für den gesamten finanziellen Bereich zuständig und ich hatte wie immer die streckenmäßige Planung vor der Brust. Durch Mario konnten wir einen Fuhrunternehmer beauftragen, der die 17 Motorräder per Truck bis nach Villach und von Villach wieder nach Hause fahren würde. Nach Villach deshalb, weil der Truck nicht ohne unheimlich viel behördlichen Aufwand über die österreichisch-slowenische Grenze fahren konnten oder durfte. Das alles zu einem Super Preis, den ich hier nicht nennen möchte.
Das zog natürlich die Frage mit sich, wie kommen wir denn jetzt ohne unsere geliebten Mopeds dort hin? Wir überlegten verschiedene Möglichkeiten, mit Pkw's, mit gemieteten Bussen, mit der Bahn oder wie auch immer. Meine Tochter Tina arbeitet in einem Reisebüro und sie arbeitete uns einen Tarif mit der Bahn aus, der absolut am günstigsten war. 1. Klasse Fahrt von Düren über Köln nach Villach zu einem Preis bei 21 Personen, der von nichts (Pkw, Bus, oder sogar Anreise per Moped) unterboten werden konnte.
Alles in allem war die Organisation sehr umfangreich, hat aber Spaß gemacht und so trafen wir uns am Freitag, 24. Mai 2002 in Kall zum Verladen der Motorräder auf den Truck. |
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Es stellte sich sehr schnell heraus, daß der Fuhrunternehmer nicht so richtig mit dem Verladen der Motorräder zurecht kam. Das Wohnmobil (Kawa VN 15) vom General und die Honda von Erwin hatte er längs in Fahrtrichtung gestellt und dahinter wieder in Fahrtrichtung 3 weitere Mopeds. Nur mit der Befestigung hatte er Schwierigkeiten. Er konnte machen, was er wollte, er bekam die Dinger nicht richtig festgezurrt.
Einige der Gruppe waren noch nicht an der Rampe und diejenigen, die auf der Rampe standen, schauten sich nur verwundert an, wie das denn jetzt gehen sollte. Allgemeine Ratlosigkeit und Skepsis herrschte vor. Die Verlader zurrten und machten, aber es half nichts. Man müsse die Mopeds quer stellen und dann einzeln verzurren, wurde bemerkt, aber das verneinte der Fuhrunternehmer.
Es war schon gut und gerne fast eine Stunde vergangen, aber nur die beiden ersten Motorräder standen fest. Dann erschienen die Kleinhauer, sprich Jöckel, Pit, King, Lilo und Günther mitsamt Lilo und Jöckels Sohn Arne. Hier muß ich erwähnen das die Jungs alle im Motocross aktiv sind oder waren. Als Jöckel und Sohnemann Arne den Truckmann bei seiner Arbeit sahen, verstanden sie die Welt nicht mehr. Arne, gerade mal um die 20 Lenze jung, pflaumte den Spediteur an, daß man ja so keine Motorräder verladen könne und machte sich zusammen mit seinem Vater an die Arbeit. Und schon lief die Kiste. Motorräder quer gestellt, jedes einzelne sollte in die Stoßdämpfer gezogen werden.
Im Vorfeld hatte ich öfters mit Mario gesprochen, ob wir Gurte besorgen oder mitbringen sollten. Und jedesmal bekam Mario vom Lkw-Mensch zur Antwort, brauch ich nicht, hab ich genug von.
Ja, Scheiße, hab ich genug von. Es stellt sich heraus, daß wir 20 Gurte brauchten, um alle Mopeds richtig verzurren zu können. Nur die hatten wir nicht. Mittlerweile war es ¼ nach 6 und Gottlob ein "Obi" in unmittelbarer Nähe. Ich fuhr mit Nicole in den Baumarkt und wir nahmen 20 Spanngurte mit an die Kasse. Die Dinger sollten 3,75 € / Stück kosten. Ich fragte dann, was es denn bei 20 Stück kosten würde. Nach einigem Hin und Her konnten wir uns auf einen Preis von 3,30 €/Stück einigen.
Als wir die Gurte am Truck hatten, lief die Sache besser. Ein Moped nach dem anderen wurde verladen. Um ¼ nach 8 war der Truck voll, es hätte aber auch kein Moped mehr auf die Ladefläche gepaßt. Genau 17 Maschinen waren jetzt verladen worden.
Als der Fahrer losgefahren war, wurde er mit einigen Bemerkungen auf die Reise geschickt. Die meisten dieser Bemerkungen waren nicht ganz ernst gemeint, wie z.B. "hoffentlich können die Russen überhaupt mit den Motorrädern klar kommen", oder " ich hab' schon was klirren gehört".
Mario hatte in der Zeit des Verladens einen Kasten Bier besorgt und so wurden die Flaschen noch geleert und wir verabschiedeten uns bis morgen früh. |
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