|
|
| 2003 - Tirol |
|
|
Wir haben uns für unsere 13. Jahrestour im Jahr 2003 das schöne Tirol ausgesucht.
Die Planungen hielten sich im Rahmen, da wir nun bereits zum 5. Mal in die gleiche Pension fuhren. 1993 waren wir für eine Woche dort und 1995 und 1998 machten wir Station auf unserer Hin- und Rückreise in die Dolomiten.
Wir waren 20 Personen mit 17 Motorrädern, aber nicht alle fuhren per Moped in den Süden.
Erwin und Maegie waren bereits eine Woche vorher per Auto mit Hänger unterwegs, Mary & Jürgen fuhren per Autoreisezug bis München, die Kall-Connection (Mario, Edith, Birgit –genannt Bibi-, Melanie und Guido) reisten mit 2 Pkw’s samt Hänger an und Astrid & Mattes kamen mit dem Wohnmobil plus Hänger. Yogi machte noch einen Besuch im Kleinwalsertal und wollte Abends zu uns stoßen. Aber der Reihe nach.
Samstag, 14.06.2003
Blieben Olaf, Jöckel, King, Kalle, General, Wolfgang & Monika und ich übrig. Wir, ohne Wolfgang und Monika – die Mettmänner-, trafen uns gegen 07:00 h in Zülpich. Kurz vor unserer Abfahrt fand Jöckel ein längeres Stück Draht und steckte es ein. Auf die Frage, was er damit wolle, kam die Antwort: „ Bei den vielen Japanern kann man das immer gebrauchen.“
Auf der A 61 an der Raststätte Peppenhoven trafen wir auf die Mettmänner und so waren wir komplett und konnten geschlossen die Fahrt beginnen. Alles lief fast planmäßig, nur zwei Ereignisse erhöhten unseren Adrenalinspiegel gewaltig. Das erste betraf Kalle und mich. Da ich als Erster fahre, bekam ich es auch als erster mit. Vor mir fuhr auf der rechten Fahrseite eine Tieflader, beladen mit Betonbauteilen. Als ich die Spur zum überholen wechselte fiel von diesem Transporter ein Teil hinunter. Schock und schwere Not, aber schon im nächsten Augenblick verspürte ich eine Erleichterung, denn das Teil kam von der Straße direkt hoch und ich erkannte, dass es sich um Styropor handelte. Das Ding flog mir seitlich unten gegen die Fußraster und schoß dadurch unmittelbar hinter mir in die Höhe und traf Kalle am Sturzhelm. Was Kalle dachte, kann ich natürlich nicht sagen, aber bei mir machte sich Entspannung breit. Gott sei Dank, nur Styropor, stellt Euch mal vor, das wäre einer der Betonträger gewesen. Feierabend für die ganze Gruppe.
Der zweite Vorfall ereignete sich bei King. Der hatte sich 3 Wasserflaschen mitgenommen und sie unter dem Gepäck auf dem Soziussitz festgemacht. Nur durch die Rappelei auf der Bahn hatte sich zwischenzeitlich eine Flasche selbstständig gemacht und landete auf der Fahrbahn. Zum Glück zersprang die Flasche nach dem Aufprall. Der hinter King fahrende Olaf hätte sonst wahrscheinlich einige Schwierigkeiten bekommen.
Nächster Rast war Wonnegau, nächster Rast Stuttgart. Hier entschieden wir dann, auf unsere Pause am Mittag zu verzichten und unmittelbar nach dem Tanken die Reise fortzusetzen. Begründung, im Wetterbericht wurden ab Nachmittag schwere Gewitter über den Alpen vorhergesagt.
Die letzte Tankpause auf der Bahn mussten wir im „Illertal“ machen. Dann endlich konnten wir die Abfahrt Nesselwang nehmen und fuhren nun auf Landstraßen nach Österreich hinein. Zollformalitäten gibt es nicht mehr. Wir erreichten den Fernpaß bei sehr viel Verkehr. Ein Fahrzeug hinter dem anderen schlängelte sich den Berg hinauf und anschließen wieder hinunter. Ich war froh, als wir Nassereith erreicht hatten, nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel in Obsteig. Ich hatte ein unheimliches Gefühl als ich den Holzleitensattel erklommen hatte und durch das kleine Waldstück vor Obsteig fuhr. Wie sagt man so schön, mir ging das Herz auf. Um 15:00 h war die Fahrt zu Ende. Die Pension Partner war erreicht und Sophie Partner stand schon bereit um uns zu begrüßen. Auch Erwin und Maegie warteten auf uns. Sonst war noch niemand angekommen. |
|
 www.partner-obsteig.at |
|
Nachdem wir uns des Gepäcks entledigt hatten, genehmigten wir uns zuerst einmal ein Bier bzw. Radler. Erst danach begaben wir uns auf die Zimmer um uns aus den Lederklamotten zu pellen, unter die Dusche zu springen und die Sachen zu verstauen. Aber nach nicht allzu langer Zeit saßen wir schon wieder auf der Terrasse und beim nächsten Bier erwarteten wir die anderen. Etwas störte uns aber ganz erheblich, unheimlich viele Fliegen bevölkerten die Tische. Es war schon richtig unangenehm. Wir erledigten diese Plage mit Bierdeckeln.
Zuerst kamen die Kaller an, gefolgt von Astrid und Mattes, dann Mary und Jürgen. Jetzt fehlte noch Yogi. Es wurde Abend, die Gewitter grollten, aber Yogi fehlte immer noch. Maegie und Monika versuchten ihn per Handy zu erreichen, aber ohne Erfolg. Mittlerweile hatten die bekannten Super Wiener Schnitzel von Partners bereits den Weg in unsere Mägen gefunden, da endlich, gegen 21:00h traf Yogi, völlig nass, in der Pension ein. Na Gott sei Dank, die ganze Gruppe war nun vollzählig zusammen.
Der Abend verlief sehr lustig und endete sehr unterschiedlich in der Zubettgehzeit. Ich war natürlich mal wieder bei den letzten. |
|
|
|
|
|
|
|